Turbo-Spareribs mit mediterranem Bratkartoffelsalat

Turbo-Spareribs mit mediterranem Bratkartoffelsalat

Wir essen alle gerne mal Spareribs. Das Blöde an Ribs ist aber, dass die klassische Zubereitungsmethode mit satten 6 Stunden zu Buche schlägt. In der Zeit muss man zusehen, dass die Familie nicht verhungert oder alle schlechte Laune haben, wenn das Essen denn endlich fertig ist.

Die gute Nachricht: das geht auch viel schneller. Mit dem richtigen Tuning bekommt man die Spareribs auch in schlappen 120 Minuten auf den Tisch, ohne dass die Ribs schlechter wären, als nach der klassischen 3-2-1-Methode. Die läppischen zwei Stunden haben wir dann auch noch mit einem wirklich unfassbar guten mediterranen Bratkartoffelsalat überbrückt, dessen Rezept Anne zum einem Rezeptheft beigesteuert hatte, welches unser Arbeitgeber zum letzten Weihnachten an seine Kunden verschenkt hat.

So. Jetzt geht’s aber los hier. Und falls sich jemand wundert, warum es keine Bilder von Ribs und Kartoffelsalat zusammen auf einem Teller gibt: als die Ribs fertig waren, war der Kartoffelsalat schon Geschichte. Man kann damit nicht aufhören, wenn man erstmal angefangen hat. Der ist einfach zu gut.

Turbo-Spareribs mit mediterranem Bratkartoffelsalat

  • Portionen: 5
  • Zeit: 4 Stunden
  • Schwierigkeit: Turbo-Einfach
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Zu den Spareribs gab es dieses mal den besten Kartoffelsalat der Welt: einen Bratkartoffelsalat mit getrockneten Tomaten, Kapern und viel Petersilie. Zum Reinlegen.

Zutaten

Turbo-Spareribs

Mediterraner Bratkartoffelsalat

  • 1 kg kleine Kartoffeln
  • 125 ml gutes Olivenöl
  • 1 rote Zwiebel
  • 30 g schwarze Oliven
  • 2 EL Kapern
  • 6 getrocknete Tomaten (in Öl)
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 1 EL Balsamico
  • 9-Pfeffer-Symphonie
  • grobes Meersalz

Zubereitung

Turbo-Spareribs

    Statt der üblichen 3-2-1-Methode habe ich die Ribs dieses Mal nach der 40-40-40-Methode zubereitet. So muss niemand vor dem Grill verhungern.
  1. Die Silberhaut von den Ribs entfernen. Dazu mit einem Teelöffelstiel am Knochen unter die Silberhaut fahren und diese lösen. Danach greifst du die Haut mit einem Küchentuch und kannst sie ganz einfach an einem Stück abziehen.
  2. Im nächsten Schritt ölst du die Ribs leicht ein und bestreust sie großzügig mit dem Rub. Gut andrücken und alles ordentlich verteilen.
  3. Ich habe die Spareribs anschließend vakuumiert und über Nacht marinieren lassen. Prinzipiell reichen aber auch zwei Stunden zum Marinieren.
  4. Jetzt kannst du so langsam den Grill vorheizen. Dazu legst du am besten einen Minion-Ring aus den Kohlen, wobei bei mir für die Turbo-Ribs ein halber Ring mit den guten Grillis gereicht hat. Als Starter habe ich einen drittel Anzündkamin Grillis durchgeglühlt. Die Temperatur solltest du auf 150° Celsius einregeln.
  5. Ist der Grill auf Temperatur stellst du die Ribs hochkant in den Rib-Halter und gibst ein bis zwei handvoll Holz-Chips auf die Glut. Bei mir war es Apfelholz – das mag ich zu Ribs besonders gern, obwohl natürlich auch Kirsche ziemlich gut ist. Die Turbo-Spareribs bleiben jetzt für 40 Minuten im Rauch.
  6. Sind die 40 Minuten um, dürfen die Ribs in eine IKEA-Koncis-Schale umziehen. Du legst sie auf den Rost der Schale und gibst so viel Apfelsaft hinein, dass das Fleisch nicht in der Flüssigkeit liegt. Danach die Schale mit Alufolie möglichst luftdicht verschließen. Am Grill öffnest du derweil die Lüftung komplett. Wir brauchen jetzt eine Temperatur um 190° C.
  7. Bei den besagten 190° bleiben die Spareribs jetzt für weitere 40 Minuten1] in der Kugel.
  8. Nach der Runde im Dampfbad baust du den Grill wieder um: Schwedenschale raus, Rippchenhalter rein, Luftzufuhr drosseln, Temperatur auf 120° C runterregeln. Im Anschluss nimmst du die Ribs aus der Schale2] und stellst sie wieder in den Halter. Jetzt werden sie von beiden Seiten mit reichlich Barbecuesauce eingepinselt. Auch die dritte Phase dauert wieder 40 Minuten. Nach den ersten 20 Minuten kannst du die Ribs nochmals einpinseln, wenn du magst.
  9. Fertig. In nur 120 Minuten. Turbo-Spareribs!

Mediterraner Bratkartoffelsalat

  1. Kartoffeln waschen, abbürsten und halbieren bzw. vierteln, je nach Größe.
  2. Mit 2 EL Olivenöl und etwas grobem Meersalz vermischen und auf einem gefetteten Backblech im vorgeheizten Ofen bei 180° C mit Umluft garen. Das dauert ca. 30 Minuten. Dabei mehrmals wenden.
  3. Zwiebeln, Oliven, Kapern, Tomaten und Petersilie fein hacken und mit dem restlichen Olivenöl und Balsamico in eine Schüssel geben. Gut vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. Die fertigen Kartoffeln noch heiß in das Dressing geben und wiederum gut vermischen.
  5. Möglichst lauwarm servieren.

Anmerkungen

Die Turbo-Spareribs werden für meinen Geschmack tatsächlich kein bisschen schlechter, als nach der 3-2-1-Methode. Das liegt wahrscheinlich daran, dass 1. die Temperaturen hier höher sind und 2. die Ribs in Deutschland kleiner sind, als in den USA, wo die 3-2-1-Methode erfunden wurde. Wie auch immer: mir ist das nur Recht so.

Zum Kartoffelsalat: Hach! Der rockt! Und falls du den Salat mal als Hauptspeise zubereiten willst, ist es eine ziemlich gute Idee, noch in Scheiben geschnittene, cross gebratene Chorizo unterzumischen. Das passt echt super. Allerdings ist der Salat dann nicht mehr vegan.

Das Auge isst mit!

Spareribs-Halter von Ikea?

Der Spareribs-Halter ist übrigens eigentlich der Variera-Topfdeckelhalter, aber wenn man da die Plastik-Füße abschraubt, dann hat man tatsächlich den perfekten Halter für seine Spareribs.

Am Tag vor dieser Vergrillung habe ich übrigens festgestellt, dass meiner abhanden gekommen war und ich brauchte dringend einen Neuen. Zum Zwecke der Beschaffung bin ich also schnell nach Dortmund gebrettert, um dort bei IKEA einen neuen zu erstehen, musst vor Ort aber feststellen, dass sie ausverkauft waren. Das war ziemlich doof und ich war echt genervt.

Genützt hat mir das nichts und ich bin dann also nach Essen gefahren, da mir die IKEA-App versicherte, dort gäbe es die Teile noch. Was sich dann später aber als nicht so ganz richtig herausstellte. Es gab zwar noch genau einen einzigen Ribhalter – allerdings in der Möbelausstellung und der war leider kaputt.

Schlussendlich habe ich dann einen bei Amazon bestellt und mir für den nächsten Tag einen bei einem Freund geliehen3]. Scheinbar hat Ikea da ganz unbewusst das ultimative Grillzubehör auf den Markt geworfen und jetzt will jeder Ribs grillen.

Whatever – ich hab ja jetzt einen und falls du noch einen brauchst, schau doch mal ein wenig weiter unten ;D

Horrido,

der Hendrik

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Hier sind die Gewürze und Zubehör-Teile, die ich für das Rezept verwendet habe. Viel Spaß!

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Fußnoten   [ + ]

1.Wenn du sie wirklich völlig „Fall-Off-The-Bone“ magst, kannst du auf 60 Minuten verlängern.
2.Vorsicht! Der Dampf ist echt heiß!
3.Danke, Chris! Ich bringe ihn ganz bald zurück!


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