Geschnetzeltes Schweinefilet mit gemischten Pilzen und Bandnudeln

Geschnetzeltes Schweinefilet mit gemischten Pilzen und Bandnudeln

Es begab sich zu einer Zeit, da wir seit Tagen darbten und uns von karger Kost nährten, dass die Frau zu mir sprach: »Mann! So ziehe er los und erlege mir feinstes Wild!«

Moment. Ich komme nochmal rein.

Vor ein paar Tagen, als wir schon eine ganze Weile sehr kalorienbewusst gegessen hatten, äußerte die Frau den Wunsch, mal wieder Fleisch zu essen. Also machte ich mich auf, ein Schweinefilet zu erwerben. Auf dem Weg zum Metzger füllte sich wie von Zauberhand ein Einkaufswagen und plötzlich war ich stolzer Besitzer von verschiedenen Sorten Pilzen, Crème Fraîche, Parmesan und einer Flasche Riesling. Da hatte sich wohl ganz ohne mein Zutun ein Rezept erarbeitet, das dringend zubereitet, fotografiert und schriftlich niedergelegt werden wollte.

Das hat prima funktioniert. Guckstu hier:

Geschnetzeltes vom Schweinefilet mit gemischten Pilzen und Bandnudeln

  • Portionen: 4
  • Zeit: 60 Minuten
  • Schwierigkeit: Einfach
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Geschnetzeltes vom Schweinefilet mit gemischten Kräuterseitlingen, Champignons und Austernpilzen

Das nenne ich mal reichhaltig. Schweinefilet, Crème Fraîche, Käse und Nudeln. Das volle Programm. Mindestens.

Zutaten

  • 1 großes Schweinefilet
  • 2 kleine Zwiebeln
  • 200g Kräuterseitlinge
  • 200g Austernpilze
  • 200g Champignons
  • 50g Parmesan
  • 1 EL Butter
  • 100ml Weißwein
  • Crème Fraîche
  • Salz & Pfeffer
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 250g Bandnudeln (Rohgewicht)

Zubereitung

  1. Wie immer fangen wir mit dem Mise en Place1] an und putzen die Pilze, die wir auch gleich in mundgerechte Stücke schneiden2].
  2. Im zweiten Schritt werden die Zwiebeln gehäutet und in feine Würfeln geschnitten. Easy. Kannst du. Und weil das so einfach war, kannst du auch gleich noch den Parmesan fein reiben.
  3. Als nächstes steht das Schweinefilet auf dem Programm, dem es als erstes an die Silberhaut geht. Die muss weg. Also: mit einem sehr scharfen Messer mit schmaler Klinge unter die Silberhaut fahren und mit leicht nach oben gerichteter Schneide unter der Haut entlangfahren. Danach wird das schöne Stück Fleisch der länge nach halbiert und sodann in feine Stücke heruntergeschnitten. Zack. Geschnetzeltes fertig.
  4. Jetzt geht es schon ans Kochen: Nudelwasser aufsetzen und die Pfanne vorheizen. Energie auf Maximum.
  5. Ist die Pfanne ordentlich vorgeheizt, gibst du die Butter hinein und brätst das Schweinefilet portionsweise an, bis es leicht gebräunt, aber noch nicht ganz durchgebraten ist.3] Danach das Fleisch aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.
  6. Als nächstes sind die Pilze an der Reihe: ab in die Pfanne und auch kräftig anbraten. Kurz darauf können auch schon die Zwiebeln mit dazu.
  7. Sind die Zwiebeln glasig und beginnen gerade, ganz leicht Farbe anzunehmen, löscht du das Ganze mit dem Weißwein ab4].
  8. Nachdem der Wein etwas einreduzieren konnte, kannst du die Crème Fraîche einrühren und die Hitze schon reduzieren. Halbe Kraft voraus!
  9. Nun folgt ungefähr die Hälfte das Parmesans. Die andere Hälfte streuen wir hinterher drüber.
  10. Jetzt darf das Schweinefilet zurück in die Pfanne und garziehen.
  11. Direkt nachdem das Schweinefilet wieder in die Pfanne gewandert ist, das Nudelwasser kräftig salzen und die Nudeln nach Packungsanweisung kochen.
  12. Die Sauce kann jetzt mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt werden. Auch die Hälfte der Petersilie darf in gehackter Form mit dazu.
  13. Zuletzt die Nudeln abgießen und auf den Tellern verteilen. Schweinefilet und Pilze darüber geben und mit Petersilie und Parmesan bestreuen.
  14. Guten Hunger!

Anmerkungen


Alter Schwede! Da kann man wirklich nicht viel von essen. Aber man ist hinterher wirklich glücklich.

Wohlan! So gehet hin und bereitet euch von dieser gar feinen Speise, auf dass ihr den Weg zum Bette nur noch rollend bewältigen mögt!

Sorry. Geht sicher gleich wieder. Bleibt tapfer.

Fußnoten   [ + ]

1.Ich hatte früher einen Lehrer, der uns immer sagte, wir sollen Fremdworte benutzen, damit wir gebildet klingen. Das wäre also schon einmal erledigt.
2.Eigentlich machst du das jetzt nur noch. Ich hab das ja schon fertig.
3.Portionsweises Anbraten sorgt dafür, dass die Pfanne beim Hineingeben des Bratguts nicht zu sehr abkühlt. Ist die Pfanne zu kalt, tritt Flüssigkeit aus dem Bratgut aus und es wird im eigenen Saft gekocht. Das will doch keiner. Zumindest nicht beim Anbraten.
4.Man kann durchaus geteilter Meinung sein, ob der Wein am Essen unbedingt sein muss, wenn auch Kinder mitessen. Ich finde das OK, solange ich da nicht literweise Alkohol an die Sauce schütte und die dann serviere, ohne dass der Alkohol verkochen kann. Hier ist es so wenig Wein, dass ich kein schlechtes Gewissen habe.


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