Asiatischer Hackfleischsalat mit Spinat

Asiatischer Hackfleischsalat mit Spinat

Vor ungefähr 1000 Jahren habe ich im Fernsehen eine Sendung namens „Kerners Köche“ gesehen. Zu Gast war unter anderem ein kleiner, kahlköpfiger Mann mit Ziegenbart, der nasal etwas von einer Mai Ling erzählte, die er in China kennengelernt habe. Na klar, das war Ralf Zacherl. Und der Mann hat in dieser Sendung diesen Hackfleischsalat zubereitet. Oder zumindest etwas ähnliches. Ich hatte nämlich weder Zettel noch Stift zur Hand, noch hatte ich Lust, mir selbige irgendwo zu organisieren. Ich habe mir das Rezept also gemerkt. So ungefähr zumindest. Glaube ich.

Ich habe diesen Hackfleischsalat in den letzten 10 Jahren, so lange ist es nämlich tatsächlich her, nun einige Male „aus dem Handgelenk“ zubereitet und jedesmal ärgere ich mich, dass ich das nicht viel öfter mache. Jedes. Einzelne. Mal. Ist ja auch kein Wunder, hat der Salat doch alles, was der Mensch an Geschmäckern so wahrnehmen kann. Da ist der süße Honig, die Säure der Limetten, Salz und Umami von der Sojasauce und nicht zuletzt die Schärfe der Peperoni. Dazu noch die Textur, die einfach nur absolut großartig ist. Knackige Möhren, zarte Paprika, kerniges Hackfleisch. Die Obergranate. Mindestens.

Hatte ich eigentlich erwähnt, dass die Nummer hier sogar ohne unbeschaffbare Zutaten auskommt? Nicht. Hätte ich aber sollen. Ist nämlich so. Kein seltsamer Firlefanz, für den man hunderte Kilometer durch die Landschaft gurken muss, kein Schnickschnack, den es nur online gibt, keine Gewürze die man sich in einem Shaolin-Tempel in den Bergen Chinas erkämpfen müsste. Nix. Alles gibt’s direkt um die Ecke, selbst hier im kulinarisch manchmal so unterbelichteten Ruhrpott.

Jetzt habe ich aber erstmal genug gequatscht. Zeit zum Kochen:

Asiatischer Hackfleischsalat mit Spinat

  • Portionen: 4
  • Zeit: 1,5 Stunden
  • Schwierigkeit: Aufwändig, aber einfach
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Dieser Hackfleischsalat ist eine Aromabombe. Knoblauch, Chili, Ingwer, Frühlingszwiebel, Sojasauce, Honig und Limette. Alles da. Rock'n'Roll!

Zutaten

  • 500g Rinderhackfleisch
  • 3 Möhren
  • 2 rote Paprika
  • 1-2 handvoll Zuckerschoten
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 Stück Ingwer (daumengroß)
  • 2 rote Peperoni (je nach Geschmack)
  • 1 großer EL Honig
  • 2 Limetten
  • 125ml Sojasauce
  • 100ml Wasser
  • 2-3 handvoll frischer Spinat
  • nach Wunsch etwas gehackter Koriander
  • Salz & Pfeffer

Zubereitung

  1. Möhren schälen und mit dem Sparschäler feine Streifen abhobeln. Die Streifen nochmal längs halbieren oder dritteln, je nach Größe der Möhren.
  2. Paprika schälen und in feine längsstreifen schneiden. Wenn du Paprika gut verträgst, kannst du dir das schälen sparen.
  3. Als nächstes die Zuckerschoten waschen und abtropfen lassen. Den Spinat in ein großes Sieb geben und abbrausen.
  4. Den Knoblauch und den Ingwer fein hacken. Danach die Peperoni und die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden.
  5. Die Limetten heiß waschen und danach von einer Limette die Schale abhobeln. Anschließend beide Limetten auspressen.
  6. Jetzt geht es ans Anbraten: nacheinander Möhren, Paprika und Zuckerschoten portionsweise anbraten und dabei ganz leicht salzen und pfeffern. Sie sollen weich werden und etwas Farbe nehmen, aber trotzdem noch Biss behalten. Nach dem Braten mit dem Pfannenwender in eine große Schüssel geben.
  7. Es folgt: die Nummer mit dem Hackfleisch. Anbraten, bis es Farbe genommen hat und krümelig geworden ist. Im Anschluss Ingwer, Knoblauch und Peperoni zugeben und kurz mitbraten. Zuletzt die Frühlingszwiebeln in die Pfanne werfen und auch ein wenig braten. Nun noch den Honig dazugeben, unterrühren und ganz leicht karamellisieren lassen.
  8. Der nächste Programmpunkt ist das Ablöschen mit der Sojasauce. Ich habe ungefähr 125ml, also ca. eine halbe Standardflasche genommen. Besser erstmal vorsichtig dosieren. Die Sojasauce habe ich etwas einreduzieren lassen und dann den Limettensaft hinzugefügt. Da nimmst du am besten erst einmal drei viertel und probierst, ob dir das zu sauer wird.
  9. Jetzt noch ungefähr 100ml Wasser dazugeben und noch einen Moment vor sich hinköcheln lassen. Zuletzt mit Pfeffer abschmecken.
  10. Das große Finale für unseren Hackfleischsalat ist die Endmontage. Gib etwas Spinat auf einen Teller oder in eine Schüssel. Darauf dann etwas vom lauwarmen Gemüse und frisch gehackten Koriander. Zum Abschluss als Topping das Hackfleisch mit etwas von dieser unfassbar großartigen Sauce obendrauf – schon fertig!

Anmerkungen

Geiles Zeug! Echt jetzt! Ich persönlich finde den Hackfleischsalat übrigens mit Koriander noch viel besser als ohne. Meine Mädels mögen den aber nicht, was hier aber wirklich kein Problem ist, da man ihn dann einfach weglässt. Und es ist dann immernoch geiles Zeug.

Bei den Honig- und Ingwermengen sei nicht so zimperlich. Ich habe hier große Löffel und auch einen großen Daumen. Also immer schön mutig. Der Salat braucht Wumms.


Tja. Da sind wir schon wieder. Es geht hier ganz schnell auf das Ende des Beitrags zu und ich frage mich, wie lange es jetzt wohl dauert, bis ich mich wieder daran erinnere, dass ich doch mal, vor 1 Milliarde Jahre diese Sendung mit diesem Koch gesehen habe, statt draußen auf Dinosaurierjagd zu gehen. Während ich also noch nachdenke, schau du dir doch noch die Bilder von der Zubereitung an:

Die Zubereitung im Bild

Schön, dass wir noch hier sind. Wir hatten uns noch nicht verabschiedet. Und ich hatte dir auch noch nicht nahegelegt, den Salat unbedingt mal auszuprobieren. Wenn du das gemacht hast, dann teile den Beitrag gerne mal auf Facebook. Oder pin ihn bei Pinterest. Oder verfolge uns bei Instagram. Was auch immer du in diesen sozialen Medien halt so machst.

Ich für meinen Teil drehe jetzt gleich noch eine kleine Runde mit unserem Frollein und nasche anschließend etwas von den Resten des Salats.

In diesem Sinne,

Hendrik



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