Asia-Style Chicken-Burger mit Erdnuss-Chili-Sauce

Asia-Style Chicken-Burger mit Erdnuss-Chili-Sauce

Schon eine ganze Weile denke ich verstärkt darüber nach, einen Chicken-Burger für unsere Missi zu bauen, da sie Hähnchen in allen Variationen über alles liebt. Bis jetzt blieb es dann aber doch zumeist bei relativ „normalen“ Burgern, da sich einfach nie die Gelegenheit bot und so habe ich mal hier überlegt und mal da gegrübelt.

Am Ende hat dann nur noch eine letzte Idee gefehlt und es ist schlussendlich ein Asia-Style Chicken-Burger geworden. Und zwar mit selbstgemachten Hähnchen-Pattys, die ihre Konsistenz dem Hafer zu verdanken haben, den ich eingearbeitet habe. On Top kommt der Chicken-Burger mit einer Erdnuss-Chili-Sauce, Limetten-Mayo, Sprossen daher. Das definitiv coolste an dem Ding ist aber das Brioche-Bun, das durch ein Hafer-Quellstück viel stabiler, als ein herkömmliches Bun ist, aber trotzdem super fluffig bleibt. Das Bun bleibt also auch mit den relativ dünnflüssigen Saucen in Form und wird nicht matschig, bevor der Burger aufgegessen ist. Sehr praktisch.

Jetzt hab ich aber erst einmal genug gequatscht. Hier ist das Rezept:

Asiatischer Chicken-Burger mit Hafer-Tuning

  • Portionen: 4
  • Zeit: 4 Stunden
  • Schwierigkeit: Etwas aufwändiger
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Asia-Style Chicken-Burger im Hafer-Brioche-Bun mit Chili-Erdnuss-Sauce, Limetten-Mayo und knackigen Sprossen. Frisch, knackig, unfassbar lecker!

Zutaten

Brioche-Buns mit Hafer

  • 25 g Haferflocken (zart)
  • 25 g Wasser
  • 240 g Weizenmehl Typ 550
  • 16 g Hefe
  • 20 g Zucker
  • 1 TL Salz
  • 90 ml Milch
  • 1 ganzes Ei (Größe M. Wichtig!)
  • 1 Eigelb extra
  • 12,5 g weiche Butter
  • 1 Eiweiß, vermengt mit 2 EL Wasser
  • 2-3 EL Haferflocken (kernig)

Chili-Erdnuss-Sauce

  • 80 g Erdnussbutter
  • 1/2 Dose Kokosmilch
  • 1 Zwiebel
  • Saft einer halben Limette
  • 1 rote Chili / Peperoni
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 3 EL Sojasauce
  • 1 El Pflanzenöl
  • Salz

Limetten-Mayo

  • 5 EL Mayo
  • Saft einer Limette
  • 1 TL brauner Zucker
  • Eine Prise Salz

Chicken Pattys

  • 550 g Hähnchenbrustfilet
  • 4 EL HAFERFLOCKEN
  • 1 EL Mehl
  • 1 Ei
  • Salz, Pfeffer

Und der Rest

  • Sprossen, hier waren es Mungobohnenkeimlinge

Zubereitung

Brioche-Buns mit Hafer

  1. Als erstes machen wir das Quellstück aus dem Hafer. Dafür 25 Gramm Haferflocken mit 25 Gramm Wasser übergießen und das Salz dazugeben. Gut durchrühren und für ca. 4 Stunden in einer verschlossenen Schüssel beiseite stellen. Das geht auch über Nacht. Dafür die Schüssel einfach abends in den Kühlschrank stellen und am nächsten Tag verwenden.
  2. Kurz vor Ablauf der vier Stunden die Hefe zerkrümeln und in einem kleinen Schälchen mit dem gesamten Zucker bestreuen. Zur Seite stellen. Der Zucker wird in den nächsten paar Minuten die Hefe verflüssigen.
  3. Als nächstes gibst du die restlichen Zutaten bis auf das mit Wasser verquirlte Eiweiß in die Rührschüssel deiner Küchenmaschine (Quellstück nicht vergessen!). Wenn die Hefe flüssig geworden ist, ab in die Schüssel damit.
  4. Jetzt wird alles mit dem Knethaken der Küchenmaschine gut durchgeknetet. Und zwar für 15 Minuten. Danach sollte der Teig glatt und glänzend sein und kann für eine Stunde an einem warmen Ort gehen. Die Temperatur an diesem „warmen Ort“ sollte zwischen 25° und 30° Celsius liegen. Du kannst dich in der Zwischenzeit schon der Sauce und der Mayo widmen.
  5. Nach Ablauf der Stunde geht es hier weiter: den Teig in fünf gleich große Teile aufteilen und die einzelnen Teile zu Kugeln schleifen. Es ist wichtig, dass du hier eine gewisse Oberflächenspannung in die Kugel bringst, sonst werden deine Buns ziemlich flache Fladen.
  6. Die geschliffenen Buns gibst du mit ausreichend Abstand zueinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und deckst sie mit einem Tuch ab. Jetzt dürfen die Teiglinge nochmal 40 Minuten gehen.
  7. In der Zwischenzeit den Backofen auf 205° C vorheizen. Backen solltest du die Buns später mit Ober- und Unterhitze.
  8. Sind die Buns weit genug gegangen, bestreichst du sie mit der Mischung aus Eiweiß und Wasser (da bleibt was über – nicht ertränken ;D) und bestreust die Teiglinge anschließend mit den kernigen Haferflocken.
  9. Ab in den Ofen damit! Für 8 bis 12 Minuten auf der zweiten Schiene von unten (Hat dein Ofen auch keine „mittlere Schiene“?). Ab der achten Minute solltest du ein Auge auf die Buns haben, damit sie nicht zu dunkel werden.
  10. Zuletzt die Buns aus dem Ofen holen und auf ein Gitter zum abkühlen geben. Fertig.

Chili-Erdnuss-Sauce

  1. Zwiebel und Knoblauch sehr fein hacken, die Chili / Peperoni in feine Ringe schneiden.
  2. Eine Pfanne aufheizen und die Zwiebel in einem Hauch Öl anbraten. Wenn sie glasig geworden ist, Knoblauch und Chili dazugeben und kurz mitbraten.
  3. Im nächsten Schritt gibst du die Erdnussbutter dazu und lässt sie leicht anschmelzen. Rühren ist hier eine gute Idee! Die Temperatur des Herds kannst du jetzt zurückschalten, bei mir war es Stufe 2 von 9.
  4. Jetzt geht es weiter mit der Kokosmilch. Eine halbe Dose reicht, sonst wird die Sauce viel zu dünn für unseren Burger.
  5. Abschmecken ist angesagt! Sojasauce, der Saft einer halben Limette und bei Bedarf noch etwas Salz.
  6. Das Ganze kann jetzt noch ein paar Minütchen vor sich hin simmern und ist dann auch schon fertig.

Limetten-Mayo

    Jetzt wird es geradezu lächerlich einfach:
  1. Mayo und Limettensaft verrühren und mit einem Teelöffel braunem Rohrzucker und einer Prise Salz abschmecken. Fertig.

Chicken Pattys

    Ok, ich gebe zu, das hier habe ich gemacht, weil ich meinen Fleischwolf mal wieder zum Einsatz bringen wollte. Naja, und weil Missi total auf Hähnchen steht.
  1. Die Hähnchenbrüste von Sehnen und überflüssigem Fett befreien, in Würfel schneiden und durch den Fleischwolf jagen. Es darf ruhig eine gröbere Lochscheibe sein, wenn du das die Auswahl hast.
  2. In einer Schüssel das selbstgemachte Hackfleisch mit den zarten Haferflocken, einem Esslöffel Mehl und einem Ei vermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  3. Der Plan ist, vier Pattys zu je 125 Gramm daraus zu machen. Es wird also in jedem Fall etwas übrig bleiben – und das ist auch gut so. Du kannst nämlich jetzt ein wenig von der Masse abnehmen und probebraten. So kannst du probieren, ob du genug Gewürze verwendet hast. Du kannst das aber genausogut lassen, wenn du mit einem Selbstbewusstsein ausgestattet bis, wie ich und meinst, dass das schon passen wird.
  4. In jedem Fall geht es jetzt mit dem Formen der Pattys weiter. Wie schon gesagt, 125 Gramm sollen sie haben und möglichst gleichmäßig dick. Im Anschluss stellst du die vier Freunde am besten noch für mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank. Das macht das Braten einfacher.
  5. Apropos „Braten“: Die Pattys sind fertig, wenn sie eine Kerntemperatur von 72° Celsius haben. Ich habe sie also erstmal gebraten, bis sie von beiden Seiten schön gebräunt waren und sie anschließend in den Backofen gegeben, der noch Resthitze vom Backen der Buns hatte.

Burgerbau

Fast alles erledigt, fehlt noch der Zusammenbau. Endspurt!

Auf die untere Hälfte des Buns gibst du einen Klecks Limettenmayo. Darauf das Hähnchen-Patty, gefolgt von den Sprossen. Zuletzt noch eine großzügige Portion Erdnuss-Chili-Sauce und natürlich die obere Hälfte des Buns – ein Burger ohne Deckel wäre ja auch ziemlich seltsam. Done!

Anmerkungen

  1. Die Buns sind der Hammer! Die einhellige Meinung war, ich könne die jetzt immer so machen. Mit dem Hafer erreichen die Teile jetzt volle 100% auf meiner Bun-Skala. Mehr geht nicht.
  2. Wenn keine Kinder mitessen und du scharfem Essen nicht abgeneigt bis, dann mach mehr Chili an die Erdnuss-Sauce. Ich habe meinen Burger noch mit einer Ladung Sriracha ergänzt. Aber für kann’s ja auch nie scharf genug sein.
  3. Den Rest der Erdnuss-Sauce haben wir am nächsten Tag zu gegrilltem und mit Ahornsirup/Senf/Sojasauce glasiertem Schweinefilet gegessen. Das war der Wahnsinn!
  4. An der Limetten-Mayo gibt’s im Prinzip nichts mehr zu verbessern. Die hat so, wie sie ist, ideal zur Süße der Erdnuss-Sauce gepasst und dem Burger genau die Frische gegeben, die ihm ansonsten gefehlt hätte.

Das war mal ein geiler Burger! Und auch Missi hat das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen. Ganz genau so muss das sein!

Ach, noch was!

Mit diesem Rezept nehmen wir übrigens an der 2.

Blogger-Meisterschaft von Hafer Die Alleskörner unter dem Motto „Snacks und Fingerfood mit Hafer“ teil.
Am 18. Mai schrieb uns nämlich Henriette von Hafer – Die Alleskörner an und fragte, ob wir nicht Lust hätten, teilzunehmen. Die Teilnahmebedingungen seien die Folgenden:

Was Ihr dafür tun müsst?

  1. Kreiert einfach ein Snack- oder Fingerfood-Rezept
  2. Veröffentlicht es in einem Artikel auf Eurem Blog
  3. Sendet uns den Link sowie mindestens ein Foto im Querformat (!) zu.

Dafür habt Ihr bis zum 07.07.2017 Zeit. Mindestens ein Haferprodukt muss dabei im Rezept enthalten sein. Welches, könnt Ihr selbst entscheiden. Ob süß oder herzhaft bleibt ebenfalls Euch überlassen. Das Rezept darf nicht von Dritten abgeschrieben und vor dem heutigen Tag noch nicht veröffentlicht worden sein. Unsere Jury bewertet die Kreativität Eures Rezepts sowie die Qualität des Fotos. Ob Ihr zu den Gewinnern gehörst, erfahrt Ihr Ende Juli per E-Mail.

Chicken-Burger? Chicken-Burger!

Da nehmen wir doch mal Teil, dachten wir uns. Fehlt nur noch ein Rezept. Der Plan dabei war, den Hafer wirklich sinnvoll im Rezept unterzubringen und nicht irgendwelchen Quatsch damit zu machen. Bei der ganzen Grübelei kam mir zuerst diese Burger-Idee in den Sinn, die mir schon eine ganze Weile im Kopf herumspukte. Ich wollte wirklich schon lange mal einen asiatisch angehauchten Chicken-Burger mit einer Erdnusssauce und Sprossen machen – und die Idee hat mich einfach nicht losgelassen.

Das Ergebnis siehst du oben – und hoffentlich auch bald auf deinem Teller.

In diesem Sinne,

der Hendrik



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